Frank berichtet ja immer so schön aus der K2 von der NT7, das gibts bei uns nun auch einmal. Die NT6 kämpft nach dem Aufstieg in die K1 um den Klassenerhalt. Nach Verlust in Runde 1 gegen unsere 5., wurde Runde 2 trotz eines Spielers weniger ganz knapp mit 4½ - 3½ gewonnen. Runde 3 gegen die 2. Mannschaft des SK Nürnberg 1911 war für das Ziel Klassenerhalt erneut sehr wichtig, da diese nominell nicht ganz so stark besetzt ist wie sämtliche Gegner der noch ausstehenden Runden.
Zum Verlauf des Abends: Glücklicherweise konnten wir dieses mal mit voller Stärke antreten. Sehr schnell ging es an Brett 1: Parsa erwischte seinen Gegner mit einer Wiener Partie schon sehr früh auf dem falschen Fuß und konnte unter Mithilfe des Gegners bereits nach recht wenigen Zügen eine Gewinnstellung erreichen. Da sein Gegner gar keine Optionen auf eine gute Fortsetzung mehr sah, gab er auf. Ein gelungener Start. Zwischenstand: 1 - 0 für NT6.
An Brett 7 verschenkte Hannes mit Weiß zu viele Tempi im Angriff und fand dabei nicht immer die besten Züge, erlaubte seinem Gegner so Gegenspiel am Damenflügel. Als die Partie schon leicht zu Schwarz gekippt war, nahm er ein Remis-Angebot gerne an. An Brett 5 hatte Clemens zunächst einen Bauer eingestellt, aber Aktivität gewonnen. Nachdem er damit zwar seinen Bauer zurück gewann, über Abtäusche aber "zur Sicherheit" schon auf ungleichfarbige Läufer (noch mit Schwerfiguren) gestellt hatte, ging das ganze in ein Endspiel. Es wurde sich der Stellung entspechend schnell auf Remis geeinigt, da war einfach nichts mehr drin. Ein anschließendes Ausspielen der Stellung ergab auch genau dieses Ergebnis. Auf Brett 3 war Albert zwar nicht ganz fit und durch Umstände etwas spät dran, konnte aber gleichwohl schon bald eine Leichtfigur für einen Bauern gewinnen. Als er gegen Ende des anschließenden Mittelspiels über eine mehrzügige Taktik noch einen ganzen Turm hinzuzugewinnen drohte, gab sein Gegner in hoffnungsloser Stellung auf. Zwischenstand: 3 - 1 für NT6.
Ingmar an Brett 6 und Noa an Brett 8 kamen gut durch Eröffnung und Mittespiel und hatten kurz vor Zug 40 erstaunlich ähnliche Stellungen am Brett. Beide spielten Schwarz und hatten 2 Bauern gewonnen. Damit hatten beide ein Spiel mit Springer + 6 Bauern gegen Läufer + 4 Bauern. Diese standen bei Noa aber leicht besser. Beide Gegner werten sich vehement. Noas Gegner musste jedoch irgendwann einen Bauern ziehen lassen, da König und Läufer einfach überlastet waren. Noa holte sich die Dame und nach wenigen weiteren Zügen gab sein Gegner auf. Ingmars Gegner stellte ihn weiter vor Herausforderungen, die Stellung war etwas schwerer zu spielen, es zog sich hin. Zwischenstand: 4 - 1 für NT6.
An Brett 4 hatte Walter eine Art Grad-Prix Angriff seines Gegners mittels langer Rochade gekontert und es hatte sich ein kompliziertes Spiel entwickelt, das jedoch recht ausgleglichen wirkte. Beide gerieten dadurch aber schon zum Ende der Eröffnung in Zeitnot. Diese meisterten beide zunächst gut und hielten das Spiel offen, hatten noch sämtlicher Schwerfiguren am Brett. Als Walters Gegner ihm dann Remis bot und Walter realisierte, dass dies der entscheidende halbe Punkt für den Mannschaftssieg bedeutete, zögerte er keine Sekunde und schlug ein. Zwischenstand: 4½ - 1½, gewonnen.
Es liefen noch die letzten beiden Partien. Ingmars Gegner an Brett 6 fand eine Möglichkeiten so abzutauschen, dass sich eine Stellung mit 2 Bauern gegen Ingmars Springer + Bauer ergab. In dieser fand Weiß auch mit intensivem Zeiteinsatz - teil knapp 30min für einen Zug - keine Lösung für ein Remis. Das Spiel war jedoch nicht ganz einfach, schon eine leicht andere Position der Bauern hätte ein Remis bedeutet. Auch Ingmar fand hier jedoch keine Lösung - was ihn im Anschluss verständlicherweise sehr ärgerte -, sodass er einen halben Punkt abgeben musste, Remis. Die Partie von Sanyukt an Brett 2 blieb lange umkämpft und spannend. Es ging in ein Enspiel mit Turmpaaren und Springer, indem Sanyukt seinen Springer für einen Freibauern geben musste und dann mit Turm und 3 zusammenhängenden Bauern am Damenflügel gegen Turm + Springer + h-Bauer von Weiß stand. Es hatte zwar zwischenzeitlich auch mal nicht ganz so gut für ihn ausgeschaut, er schaffte es nun jedoch zwei Bauern für den Springer zu tauschen und dazu stellte sein Gegner den letzten verbliebenen Bauern ein. Sein eigener einzelne Bauer im Turmendspiel sollte zwar keine Gewinnstellung sein - wurde es aber in diesem Fall, da sein Gegner das Remis nicht fand. So holte er den von Ingmar nicht gefundenen halben Brettpunkt zurück. Endstand 6 - 2 für NT6.
Mit 6 - 3 Mannschaftspunkten sieht es für unser Ziel Klassenerhalt schon gar nicht so schlecht aus. Es wird aber die Saison über ab jetzt nur noch nominell schwerer was die Gegner angeht, es bleibt also vermutlich bis zum Schluss spannend.