Spiellokal: Loni-Übler-Haus, Marthastraße 60, 90482 Nürnberg, Tel: 0911/231-1154-0

Das war so nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Die NT 7 besiegt den Tabellenführer Postbauer-Heng 3 mit 4½ : 2½. Dabei gab es am Nachmittag noch eine Hiobsbotschaft: David an Brett 3 fiel krankheitsbedingt aus. Doch als die Postbauer mit zwei Spielern weniger ankamen, sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Bei ihnen fielen die Bretter 3 und 6 aus. Also starteten wir mit einem Punkt Rückenwind und konnten diesen am Ende zu einem schönen Sieg ausbauen.

Zum Verlauf des Abends: Die Eröffnungsphase verlief ohne Katastrophen. Dominik an Brett 1, der gerne mal mit Gambitbauern spielt, behielt diesmal alle Bauern auf dem Brett. Auch an den anderen Brettern blieb alles im grünen Bereich.

Am Brett 8, wo wieder Ersatzmann Maximilian spielte, deutete sich ein Vorteil an. Wie aus dem Lehrbuch baute Maximilian Druck auf der offenen e-Linie auf. Leider büßte Ruii am Nachbarbrett zeitgleich die Qualität und zwei Bauern ein. Doch der Gegner wurde durch einen perfekt postierten Läufer daran gehindert, aus seinem materiellen Vorteil Gewinn zu schlagen. Folge: Remis. An Brett 8 erhöhte sich der Druck auf der e-Linie zunehmend. Durch aggressives Gegenspiel verlor Maximilian dann zwar einen Bauern, doch dem Gegner wurde seine schwache Grundreihe zum Verhängnis. Er konnte einen einkassierten Turm nicht zurückgewinnen, weil er sonst auf der Grundreihe mattgesetzt worden wäre. Ein Taktikklassiker schlechthin. Als Maximilian dann auch noch den Damentausch erzwang, wollte der Gegner es sich nicht zeigen lassen, wie man mit einem Turm alle Bauern abräumt und dann einen Sieg einfährt. Klasseleistung von Maximilian. Spielstand nunmehr 2½ : ½.

Derweil sah es bei Philipp an Brett 5 ebenfalls sehr gut aus. Sein Gegner hatte erstens eine schwache Bauernstruktur und zweitens einen Bauern weniger. Das Brett leerte sich zusehens und Philipps Gegner konnte den Laden mit seinem letzten verbliebenen Läufer nicht mehr zusammenhalten. Allerdings dauerte es noch eine ganze Weile bis er es einsah und aufgab. Zuvor hatte Michael an Brett 2 nach einer bis dahin materiell ausgeglichenen Partie etwas zu viel riskiert und lief in einen tödlichen Konter. Also ein Punkt hier, ein Punkt dort: 3½ : 1½.

An den Brettern 1 und 4 ging es zäh zur Sache. Materiell war alles ausgeglichen. Und doch schaffte es Nils an Brett 4 über eine offene h-Linie den schwachen König des Gegners mit Dame und Läufer in klassischer Manier zu stellen. Der Mannschaftssieg war damit in trockenen Tüchern. Dominik ging trotzdem noch in die Verlängerung. Es kam zu haarigen Verwicklungen mit Türmen und Damen, mittendrin sein ins offene Feld getriebener König. Und ja, was willst du machen? Der Gegner stand plötzlich günstiger und Dominik konnte seinen gefesselten Turm nicht mehr retten. Die Suche nach einem Dauerschach bleib erfolglos und so ging dieser Punkt verloren. Am Ende freuen wir uns aber über den doch ein bisschen überraschenden Mannschaftssieg.

Und hier ist aus den Göbel-Studios wieder der Bericht in Songversion. Absolut hörenswert: NT7 - Runde 3 gegen Postbauer3 (Aus dem Schatten ins Licht)