MMU12vom11.05.19

Wir haben das Unglaubliche erreicht und sind nun unter den letzten 8 Mannschaften in Bayern dabei. Thomas hat wieder einen tollen Bericht dazu geschrieben.

 

3. Runde Gruppe 1

RangMannschaft1234MPktBPkt
1. SC Erlangen ** 3 6 - 0 9,0 - 3,0
2. SC Noris-Tarrasch Nürnberg 1 ** 3 4 - 2 7,5 - 4,5
3. TV Großostheim 1 ** 2 1 - 5 4,5 - 7,5
4. TSV Bindlach Aktionär ½ ½ 2 ** 1 - 5 3,0 - 9,0

 

Bayerische Mannschaftsmeisterschaft, U12

 

Am 11.5.2019 stand Runde 3 der bayerischen Meisterschaft auf dem Programm. Die altbekannte Delegation, bestehend aus Arne, Sany, Alex und Liza, machte sich Samstag Früh bei nasskaltem Frühlingswetter auf den Weg zur Spielstätte des SC Erlangen, in der Hoffnung, sich auch diesmal zu behaupten und weiterzukommen. Ein leichtes Unterfangen war es mittlerweile nicht mehr, waren mit den Schachklubs aus Erlangen und Großostheim doch großkalibrige Spieler am Start.

 

Wäre die Reise für uns hier zu Ende gewesen, so hätten wir dennoch behaupten können, unter den ersten 16 Gruppen gewesen zu sein.

 

Im ersten Spiel trafen wir auf die Mannschaft von Bindlach, die glücklicherweise nicht in Bestbesetzung antrat.

 

Besonders an Brett vier ging es bizarr zu: so verlor Liza zuerst ihren Turm, jedoch kurze Zeit später holte sie sich die Dame des Gegners und konnte somit ihr Spiel erfolgreich zu Ende bringen.

An Brett drei und zwei zeigten wohl auch die im Vorfeld geleisteten Trainingseinheiten im Schachklub Wirkung: die Spiele gingen zu unseren Gunsten aus. Mit dem Mannschaftssieg in der Tasche, schlug Carlos Arne an Brett 1 vor, trotz leicht besserer Stellung, Remis anzubieten, um die Kräfte für später zu schonen.

 

Entgegen des ursprünglichen Zeitplanes wurde allseits entschieden, das zweite Spiel bereits um 12 Uhr, also vor der Mittagspause, zu beginnen.

 

In Spiel zwei hatten wir es mit einem Schwergewicht namens Großostheim zu tun. Die Partien dauerten deutlich länger als bei Spiel eins. Liza stand als erste mit einem Lächeln auf den Lippen auf: Sie konnte ihren Gegner bezwingen, wobei in ihrer Partie ein ausuferndes Königsjagen stattfand. Alex an Brett 3 holte bei zwei Bauern weniger ein Remis durch Dauerschach heraus, und auch Sany konnte sein Spiel gewinnen.

 

Während sämtliche Spieler bereits ihre Mittagspause genossen, musste Arne an Brett 1 noch viel Gehirnarbeit leisten, spielte er doch gegen den Spitzenmann von Großostheim, Lennart Althaus, der eine DWZ von über 1.500 vorweisen konnte.

 

Als Arnes Zeit langsam knapp wurde – 2 Min. standen auf der Uhr – einigten sich die Parteien nach mehrmaliger Zugwiederholung auf Remis. Nach Carlos‘ Ansicht hätte Arne bei ausreichender Restzeit das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden können, aber auch so übertraf das Gruppenergebnis des zweiten Spiels die anfängliche Erwartungshaltung bei weitem:

 

Mit dieser Leistung hatten wir nämlich Spiel zwei gewonnen und waren somit tatsächlich qualifiziert für die nächste Runde, da wir definitiv einen der ersten beiden Plätze erreichten. Wer hätte das im Voraus für möglich gehalten?

 

Die anschließende Mittagspause nutzen Kinder wie Eltern zum Auffüllen der Energiereserven, wobei sich einige auch auf dem großen Sportgelände körperlich betätigten.

 

Spiel 3 gegen die favorisierten und spielstarken Erlanger war somit bloß noch „kür“. Bis ins Mittelspiel hinein war es an allen Brettern ziemlich ausgeglichen, aber dann schlug das Pendel bei den Spielern doch in die eine oder andere Richtung aus.

 

In die falsche Richtung schlug es jedenfalls bei Alex aus: er verlor seine Partie und meinte, er habe sich nicht mehr richtig konzentrieren können. Die Gewissheit, die nächste Runde erreicht zu haben, ließ seine Aufmerksamkeit schwinden.

Liza hingegen hatte wohl keine Konzentrationsschwäche und konnte ihr Spiel durchziehen.

 

Nach weiteren dreißig Minuten wurde die Partie an Brett 2 (Sany) beendet: Leider überließ er den Punkt seinem Gegner Johannes Keck. Arne war wie die Spiele zuvor am längsten mit seinem Gegner, Arora Abhiraaij beschäftigt. Trotz guter Stellung mit zwei Leichtfiguren mehr übersah er leider im Verlauf des Spieles eine Springergabel auf König und Dame, so dass er das voraussichtlich gewonnene Spiel doch noch abgeben musste.

 

Dennoch war es am Ende ein sehr erfolgreicher Tag, so dass alle Beteiligten von Noris-Tarrasch frohgemut nach Hause fuhren. Wir haben das Halbfinale erreicht und sind unter den besten acht(!) Mannschaften Bayerns! Am 1.6.2019 ist der Ring frei für die nächste Runde ...